Montag, 01. Februar 2016

2016 wird ein besonderes Jahr

Beim diesjährigen Jahresempfang, der erstmals in der neuen Mensa der Internationalen Gesamtschule Heidelberg ausgerichtet wurde, konnte der Vorsitzende Thomas Müller wieder eine stattliche Anzahl hochkarätiger Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik begrüßen. Für die Gastfreundschaft bedankte sich Müller zu Beginn bei den beiden Hausherren, dem GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski und dem IGH-Schulleiter Werner Giese. Ein besonderer Gruß galt der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Frau Theresia Bauer, dem Bürgermeister Umwelt, Bürgerdienste und Integration der Stadt Heidelberg, Wolfgang Erichson, sowie dem Präsidenten des Badischen Sportbundes Nord, Heinz Janalik. Ebenfalls begrüßte Müller Peter Schmidt aus Heidelbergs Partnerstadt Bautzen. Der Ehrenvorsitzende des Sportbundes Bautzen zeigt durch seine Anwesenheit die Verbundenheit zum Verein und zu Heidelberg.


Zahlreiche Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft verfolgten aufmerksam die Rede des Vereinsvorsitzenden Thomas Müller

Bei seiner Rede ging Müller kurz auf das abgelaufene Jahr ein, das man als ein bewegtes, ereignisvolles und mit vielen sportlichen Aktivitäten geprägtes Jahr bezeichnen kann. Das Hauptaugenmerk legte Müller aber auf das bevorstehende Jahr. „Mit der Fertigstellung und Eröffnung des Kinder-, Jugend- und Seniorensportzentrums im Erlenweg und der Eröffnung der aufwendig sanierten Vereinsgaststätte werde für den Verein ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gehen“, so der Vorsitzende. In den weiteren Ausführungen betonte Müller, dass der Verein frühzeitig professionelle Strukturen geschaffen hat und diese sich seit Jahren auszahlen. Aufgrund dieser Strukturen sei der Verein stets in der Lage, die ihm übertragenen und immer vielfältiger werdenden Aufgaben mit einem hohen Qualitätsanspruch zu erfüllen. Der Verein bezeichnet sich selbst als stets verlässlicher Partner. Alle Investitionen, an denen sich der Verein bisher beteiligt hatte oder noch beteiligen werde, kommen immer der Bevölkerung, dem Stadtteil und dem Heidelberger Sport zugute. Dennoch, so Müller, müsse immer darauf hingewiesen werden, dass jeder Sportreibende seinen Teil zur Solidargemeinschaft beiträgt. Dazu zähle auch die Zahlung des Vereins- bzw. Abteilungsbeitrags, ohne diese die Investitionen der Vereine nicht möglich wäre. „Man kann eigentlich nicht verstehen, dass Stimmen laut werden, die sagen, Sportstätten für jedermann kostenlos zur Verfügung zu stellen. Wer Sport in Hallen und Sportstätten treiben möchte, sollte dies immer unter dem Dach der Vereine tun.“, so Müller.

Des Weiteren sprach sich Müller für die geplante Großsporthalle auf den Konversionsflächen aus. Unter dem Motto „Ein Sportverein für Alle“ hat sich der Verein dazu bekannt, seinen Teil zur Flüchtlingsarbeit beizutragen. Inzwischen nehmen bereits Flüchtlinge am vielseitigen Sportprogramm des Vereins teil. Auch hier steht der Verein als verlässlicher Partner zur Verfügung.

Mittelfristig wird der Verein den Umbau des 1979 fertiggestellten Tennenspielfeldes in ein Kunstrasenspielfeld in Angriff nehmen. „Die Behauptungen, im Verein werde kein Fußball mehr gespielt, sei schlichtweg falsch“, so Müller. „Nur weil vor Jahren die Seniorenmannschaft sowie die A- und B-Jugend nicht für den Spielbetrieb gemeldet wurden, heißt das noch lange nicht, dass es kein Fußball im Verein mehr gäbe. Woche für Woche jagen knapp 360 Spielerinnen und Spieler dem runden Leder hinterher. Im Vergleich zu den Vorjahren ist hier ein enormer Mitgliederzuwachs zu verzeichnen“, so Müller weiter. Die Investitionskosten hierfür belaufen sich auf knapp 500.000 EUR. Der Verein ist bereits jetzt damit beschäftigt, eine seriöse Finanzierung aufzustellen und wird in den nächsten Wochen Gespräche mit der Stadt Heidelberg, dem Badischen Sportbund und verschiedenen Partnern aufnehmen. Zum Schluss seiner Ansprache bedankte sich Müller bei Allen, die zum Verein stehen und nachhaltig dazu beigetragen haben, dass der Verein die vergangenen Jahre erfolgreich gemeistert hat und hofft auf einen weitere angenehme Zusammenarbeit.

Sport ist nicht nur für unsere Gesundheit wichtig, sondern auch für unsere  Gesellschaft. Mit diesem Worten begann Ministerin Theresia Bauer ihr Grußwort. „Die Arbeit und das Engagement der Vereine wird durch die Landesregierung auch in Zukunft unterstützet werden. Der neue Solidarpakt III wurde bereits im November 2015 mit einer Laufzeit von fünf Jahren unter Dach und Fach gebracht. Somit stellt die Landesregierung sicher, dass auch zukünftig ein vielfältiges Sportangebot und eine gut ausgebaute Sportinfrastruktur vorhanden sein kann“, so die Ministerin.

Die Grüße der Stadt Heidelberg überbrachte Bürgermeister Wolfgang Erichson. Auch Erichson sieht im Jahr 2016 ein besonderes Jahr. „Mit der Einweihung des neuen Kinder-, Jugend- und Seniorensportzentrums wird dem Verein ermöglicht, sich den Herausforderungen eines modernen Sportvereins der Zukunft zu stellen“, so der Bürgermeister. Die Stadt Heidelberg sei stolz darauf, dass sich der Verein immer wieder neuen Herausforderungen stelle und damit auch das Renommee und den guten Ruf der Stadt Heidelberg als sportfreundliche Stadt weiter festigt, so Erichson.

Heinz Janalik, Präsident des Badischen Sportbundes und ein immer gern gesehener Gast in Rohrbach, zählte ebenfalls zu den Rednern. Janalik, der seit 15 Jahre an der Spitze des Badischen Sportbundes agiert, wird sich beim Sportbundtag im Juni nicht mehr zur Wahl stellen. Auf seiner „Abschiedstour“ ist es für ihn eine Ehre, bei der TSG Rohrbach Gast zu sein. Zum Verein hegt er schon immer eine besondere Beziehung. Bereits vor 50 Jahren hat Heinz Janalik als Sportstudent eine Fußball-Jugendmannschaft des Vereins trainiert und Mitte der 70er Jahre fungierte er mehrmals als Übungsleiter-Fortbilder unter der Regie von Siegfried Michel, dem heutigen Ehrenvorsitzenden des Vereins. Als fleißiger RohrPost-Leser verfolgt er schon Jahrzehnte die Entwicklung des Vereins, so der scheidende Verbandspräsident.

Traditionell stand auch eine Ehrung auf dem Programm. Der Sportler bzw. die Sportlerin des Jahres wird im Rahmen des Jahresempfang geehrt. Der Fünfte Preisträger der „Siegfried Michel Medaille“ kommt in diesem Jahr aus der Leichtathletikabteilung. Torsten Fenske wurde die Ehre zuteil und erhielt die Auszeichnung aus den Händen von Siegfried Michel. In der Altersklasse U35 wurde er im vergangenen Sportjahr 2015 Deutscher Meister im Weitsprung. Die Laudatio hielt Stefan Titz. 

Das letzte Grußwort richtete Hans-Jürgen Fuchs, 1. Vorsitzender des Stadtteilvereins Rohrbach, an die Gäste. Er stellte die Aktivitäten rund um das 1250jährige Bestehen Rohrbachs in diesem Jahr vor. Im Mittelpunkt steht das Festwochenende vom 1. bis 3. Juli mit einem Festakt, einem Festdorf und dem Festzug. Der „Rohrbacher Sporttag“, den die TSG zusammen mit dem Turnerbund ausrichtet findet am 23. Oktober in der Eichendorffhalle statt. Er bedankte sich bei der TSG für Unterstützung bei der Planung und Ausrichtung der Feierlichkeiten. Natürlich kam auch der unterhaltsame Teil nicht zu kurz. Von der Aufführung der Mini-Teenies aus dem jump-Tanzstudio unter der Leitung von Uschi Jost waren die Gäste begeistert