Montag, 12. November 2012

Es hat sich gelohnt, ...

... da waren sich alle prämierten Betriebe im Rahmen des Projekt „Nachhaltiges Wirtschaften Heidelberg 2012“einig, auch wenn der Weg zur Auszeichnung durchaus „lang und anstrengend“ gewesen sei. Ziel des vom Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie im Jahr 2001 ins Leben gerufenen Projektes ist es, kleinen und mittelständischen Unternehmen Hilfestellung bei der Einführung eines Umweltmanagementsystems zu geben, um die Betriebsabläufe zu optimieren, Energiekosten zu senken und so auch bares Geld zu sparen.


Das Umweltprojekt der Stadt Heidelberg ist in der Zwischenzeit zu einem Erfolgsprojekt in Baden-Württemberg geworden und diente der Landesregierung als Vorlage für ihr eigenes Nachhaltigkeits-Projekt „ECOfit“. „ECOfit“ ist ähnlich aufgebaut wie das „Nachhaltige Wirtschaften Heidelberg“ und wurde im Jahr 2011 z. B. vom Sport Club Freiburg erfolgreich umgesetzt.

Die TSG Rohrbach ist somit erst der zweite Sportverein überhaupt, der in der nunmehr 10jährigen Erfolgsgeschichte beider Programme prämiert wurde. Seit fast genau einem Jahr arbeitet unser Umweltteam mit Thomas Müller an der Spitze, unterstützt von Matthias Ritter und Helmut Scheuermann, am erfolgreichen Abschluss dieses Projektes. Regelmäßig wurde in der Rohrpost über die einzelnen Projektphasen berichtet. In 7 Workshops, 3 Vor-Ort-Begehungen, einer abschließenden Prüfung durch die das Projekt begleitende Kommission und vielen Hausaufgaben wurden die Grundlagen zur Prämierung geschaffen. Bei der Abschlussveranstaltung am 22.10.2012 in der Print-Media-Lounge in Heidelberg konnte Thomas Müller die Auszeichnung aus den Händen von Oberbürgermeister Dr. Eckard Würzner und von Ministerialdirigent Martin Eggstein vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg entgegennehmen. Teil des Projektes war die Verankerung von Nachhaltigem Wirtschaften im neuen Leitbild des Vereins:

Wir treten ein für einen nachhaltig schonenden Umgang mit Ressourcen. Unsere Angebote sollen den Ansprüchen unserer Mitglieder an Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Qualität und Komfort in gleicher Weise gerecht werden. Bei Entwicklung und Auswahl unserer Projekte wenden wir stets Bewertungskriterien an, bei denen auch Umweltaspekte eine wichtige Rolle spielen. Wir stellen uns der Herausforderung, unsere Angebote nach ökologischen Gesichtspunkten auszurichten ohne den notwendigen Einklang der verschiedenen Interessen zu vernachlässigen. (Auszug aus dem Leitbild der TSG Rohrbach – Ein Sportverein für Alle)

Da Papier jedoch bekanntermaßen geduldig ist, gilt es nunmehr, Worten Taten folgen zu lassen. Anfangs war es für das Umweltteam recht einfach, z.B. durch einfache Änderungen von Betriebsabläufen und durch die Sensibilisierung aller Beteiligten für das Projekt, relativ hohe Einsparungen zu erzielen. Dies war umso erstaunlicher, da hierfür keinerlei Investitionen notwendig waren. Das Umweltteam musste sich lediglich ein besonders dickes Fell zu legen und immer wieder Überzeugungsarbeit leisten. Die Zahlen sprechen jedoch für sich, und nach und nach konnte auch der ein oder andere Skeptiker überzeugt werden. Wir wollen uns allerdings nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Wenn wir das Projekt nicht fortführen und mit Leben füllen, war ein Großteil der Arbeit umsonst. Der nächste Schritt muss nun darin liegen auszuloten, wo durch sinnvolle und kostenmäßig vertretbare Investitionen weitere Einsparungen erzielt werden können bzw. wo, auch wenn es mit Kosten verbunden ist, die Umwelt sinnvoll entlastet werden kann. So wurden z. B. im Wellnessbereich unseres Fitnessstudios FiTROPOLIS die alten Halogenlampen durch LED-Leuchtmittel ersetzt. Eine Investition, die sich bereits nach 4 Monaten bezahlt macht. LED-Lampen verbrauchen ca. 90% weniger Strom und haben eine deutlich längere Lebenszeit. Weitere Maßnahmen sind geplant und werden nach einer ausführlichen Kosten- und Nutzen-Analyse umgesetzt. Das Umweltteam ist nach wie vor auf Anregungen und Ideen der Mitglieder und Mitarbeiter angewiesen. Wenn sie Ideen zum Umweltschutz bzw. zum nachhaltigen Wirtschaften haben, rufen sie uns an, schreiben eine E-Mail oder kommen einfach mal vorbei. Wir sind froh über eine rege Beteiligung an unserem Projekt.