Sonntag, 29. Januar 2012

Jahresempfang 2012

Beim diesjährigen Jahresempfang des größten Heidelberger Sportvereins in der Eichendorff-Halle Rohrbach konnte der Vorsitzende Harald W. Schoch wieder eine stattliche Anzahl hochkarätiger Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft, Politik, örtlicher Organisationen sowie Vertreter befreundeter Vereine begrüßen. Zu Beginn seiner Ausführungen betonte Schoch, dass sich wohl viele die Frage gestellt haben mögen, was sich nach dem Führungswechsel 2011 im Verein geändert habe. „Ich kann sie beruhigen, die Geschäfte liefen dank des Engagements der vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter ganz normal weiter“, wusste der neue Vorsitzende zu berichten. Dazu beigetragen habe einmal mehr der Ehrenvorsitzende Siegfried Michel, der dem Verein auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehe. Außerdem, so führte Schoch weiter aus, sei es wichtig, einen Überblick über die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit zu geben, noch wichtiger sei es aber, Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen.


Volles Haus beim traditionellen Jahresempfang in der Eichendorff-Halle

Inhaltlich setze Harald W. Schoch die „Familienoffensive“ der Stadt Heidelberg an den Beginn seiner Ausführungen. „Sie wissen, dass der frühkindlichen Bildung und damit auch dem Aspekt der frühkindlichen Bewegungserziehung ein großer Stellenwert zukommt.“, so Schoch. „Es war daher nur folgerichtig, unser Angebot durch die Inbetriebnahme einer zweiten Kinderkrippe zu erweitern, sodass wir jetzt insgesamt 60 Kinder in zwei Kinderkrippen und einem Kindergarten ganztägig betreuen.“, stellte er die Leistung des Vereins und die gute Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg heraus.

 

Dem Verein liege die Qualität seiner Angebote ganz besonders am Herzen, sagte Schoch weiter. Der Landessportverband Baden-Württemberg habe dem Verein erneut das Qualitätsprädikat „Ausgezeichnete Bewegungs-KiTa“ verliehen. Ebenso wurde im vergangenen Jahr die Auszeichnung „Anerkannte Kindersportschule“ verlängert. Auch beim Präventions- und Rehabilitationssport erfülle die TSG mit ihren Angeboten die strengen Qualitätskriterien der Prüforgane des DOSB bzw. des Deutschen Behindertensportverbandes.

 

Im weiteren Verlauf seiner Ansprache betonte der Vorsitzende Harald W. Schoch, dass natürlich der Sport im Mittelpunkt eines Sportvereins stehen sollte. Sehr erfolgreich war wieder die Fechtabteilung auf nationaler und internationaler Ebene. Von der Softball- Abteilung wurde Lara Penero in die U 17 Nationalmannschaft berufen und hat Deutschland im Dezember bei der WM in Kapstadt vertreten. Den Fußballdamen gelang der Aufstieg in die Oberliga und beim Mädchenfußball ist die TSG inzwischen eindeutig die Nummer 1 in Heidelberg.

 

Auch im Breitensport hat der Verein auf sich aufmerksam gemacht: Sowohl beim „Heidelberger Familiensporttag“ als auch beim „Schaufenster des Sports“ war die TSG Rohrbach mit verschiedenen Aktivitäten vertreten. Weiterhin konnte der Vorsitzende mit Stolz in seiner Rede vermelden, dass der Verein am Projekt „Nachhaltiges Wirtschaften“ der Stadt Heidelberg teilnehme und im letzten Jahr die Zulassung als Einsatzstelle des Bundesfreiwilligendienstes erhalten habe: „Zwei „Bufdis“ sind heuer bei uns beschäftigt und unterstützen unsere Erzieherinnen bei der Arbeit in den Krippen und im Kindergarten.“

 

Ein wesentlicher Punkt der Ansprache des Vereinsvorsitzenden war das geplante Kinder-, Jugend- und Seniorensportzentrum. Die TSG könne nicht mehr weiter wachsen, so Schoch, da sie an ihre räumlichen Grenzen gestoßen sei. „Wir haben das ehren- und hauptamtliche Personal, wir haben eine funktionierende Verwaltung, wir haben die richtigen Angebote; vor allem aber haben wir Konzepte in der Schublade liegen, um mit neuen Angeboten noch mehr Bürgerinnen und Bürger für ein lebenslanges Sporttreiben zu begeistern, aber auch wir  können eine Sportstätte nur einmal belegen. Deshalb haben wir an der ersten Stelle unseres Masterplans den Bau eines „Kinder-, Jugend- und Seniorensportzentrums“ platziert.“ Harald W. Schoch vertrat beim Jahresempfang wie auch seine Vorstandskollegen die Meinung, dass wegen des maroden Zustandes der Halle nur noch ein Abriss infrage komme. „Der Neubau einer traditionellen Sporthalle wäre aber wenig hilfreich, da wir kleinere Einheiten, die kinder- und seniorengerecht sind, brauchen.“, führte Schoch aus. An Stelle der alten Halle könne ein solches „Kinder-, Jugend- und Seniorensportzentrums“ entstehen.

 

Sehr gespannt waren die Gäste auf die Rede des Bürgermeisters für Integration, Chancengleichheit und Bürgerdienste Wolfgang Erichson, der zu Beginn Siegfried Michel nicht nur für seine langjährige Arbeit dankte, sondern auch dafür, dass er den Übergang in der Vereinsführung aktiv mitgestaltet habe und somit eine bemerkenswerte Lebensleistung guten Gewissens an die nächste Generation übergeben habe. Erichson hob lobend hervor,. dass die TSG Rohrbach die Zeichen der Zeit erkannt habe und sich den Herausforderungen eines veränderten Freizeitverhaltens stelle. Es sei heute selbstverständlich, dass neben den klassischen Angeboten spezielle Initiativen und Programme zur Förderung von Frauen, Familien, Älteren und Menschen mit Migrationshintergrund ein zweites Standbein eines jeden großen und erfolgreichen Sportvereins darstellen. Sportbünde und Kommunen würden den Sportvereinen umfangreiche Hilfen anbieten, um Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Vereinssport zu ermöglichen.

 

Den Grußworten Heinz Janaliks, des Präsidenten des Badischen Sportbundes Nord, durften die Zuhörer entnehmen, wie reibungslos der Vorstandswechsel bei der TSG Rohrbach verlaufen sei und dass der neue Vorstand weiterhin auf „Goldkurs“ liege. Als regelmäßiger Leser der „TSG RohrPost“, in der informativ, inhaltlich erfreulich positiv, ohne auf den kritischen Blick zu verzichten, optisch attraktiv und mit aussagestarken Bildern, aus den Abteilungen berichtet werde, könne er die Vereinszeitschrift als Leckerbissen bezeichnen. Die TSG Rohrbach, so betonte Heinz Janalik, habe schon früh erkannt, dass richtig verstandene Sport- und Vereinskulturen nicht nur aus der Tradition heraus leben können, sondern diese kontinuierlich mit innovativen Gestaltungselementen ergänzt werden müssen. Die TSG Rohrbach sei ein Verein, dem es seit Jahren gelinge, sinnvolle und funktionierende Netzwerke mit den Elementen Vereine, Schule, Kindergärten und Kommune klug zu installieren, um erfolgreiche Zukunftsarbeit zu gestalten. Auch Gerhard Mengesdorf, der Präsident des Badischen Turner-Bundes, lobte in seiner Rede den Verein für dessen stetigen Aufwärtstrend. Vereine müssten sich heute dem gesellschaftlichen Wandel stellen und die TSG tue dies vorbildlich.

 

Natürlich kam auch der unterhaltsame Teil nicht zu kurz. Die beiden Vorstandsmitglieder Thomas Müller und Jürgen Treubel moderierten die einzelnen Programmpunkte kurzweilig und humorvoll. Sehr beeindruckend waren die Fechteinlage unter der Leitung von Georg Schmidt-Thomée, die Aufführung der Jazz-Tanz-Gruppe aus dem FiTROPOLIS unter der Regie von Antonia Groneberg, die Demonstration der Abteilung Kampfkunst mit ihren Trainern Thomas Schmidt-Herzog und Catrin Franzen sowie der Showact der Mini-Teenies aus der Abteilung jump-Tanzstudio mit einer Choreografie von Uschi Jost.