Dienstag, 22. November 2011

Projekt „Nachhaltiges Wirtschaften Heidelberg 2011/12“

Im Rahmen des von der Stadt Heidelberg im März 2000 ins Leben gerufene Projekts „Nachhaltiges Wirtschaften“ wurde eine Kooperation zwischen der TSG Rohrbach und dem Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg vereinbart. Im Zuge der Vereinbarung wird der Verein bei der Erarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen zum Umweltschutz betreut und unterstützt. Es werden die Betriebsabläufe untersucht und Optimierungspotenziale insbesondere bei der Abfallentsorgung und dem Strom- bzw. Wasserverbrauch aufgezeigt. Das Projekt wird voraussichtlich bis Oktober 2012 laufen und endet mit einer öffentlichen Prämierung aller am Projekt beteiligten Teilnehmer im Spätjahr 2012. Seit 2000 haben bisher 84 Betriebe und Institutionen erfolgreich am Projekt teilgenommen. Die TSG Rohrbach ist der erste Sportverein, der am Projekt Nachhaltiges Wirtschaften teilnimmt.


Voraussetzung für die Prämierung sind die Vorlage von Umwelt- und Nachhaltigkeitsleitlinien, die Durchführung von Schwachstellenanalysen und die abschließende Erstellung eines Umweltprogramms unter Vorlage einer Organisationsstruktur und dem Nachweis über die Einhaltung aller relevanten Umweltrechtsvorschriften. Im Rahmen der Maßnahme wird die TSG Rohrbach versuchen, ihren Beitrag zur Umweltentlastung durch eine Verbesserung der Umweltleistungen zu leisten. Hauptziele der Kooperationsmaßnahme werden sein, die Kosten des Verbrauchs an Energie, Wasser und Betriebsmitteln sowie des Abfall- und Abwasseraufkommens zu reduzieren. In insgesamt 7 Workshops wird es einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit anderen am Projekt beteiligten Teilnehmern geben. Die Workshops geben uns Gelegenheit, alle für uns interessanten Umwelt- und Arbeitssicherheitsthemen abzuarbeiten. Zusätzlich zu den Workshops wird es zwei Begehungen geben. Hierbei wird es zunächst um den Schwerpunkt Energieoptimierung gehen. Ein weiterer Beratungstermin vor Ort wird sich mit Fragestellungen zusätzlicher Umweltentlastung und Kostensenkung (aller über das Thema Energie hinausgehender Bereiche) sowie Rechtssicherheit beschäftigen. 

Wir werden versuchen, ein zuverlässiges und qualifiziertes Umweltprogramm zu entwickeln, welches festlegen soll, mit welchen Maßnahmen sich die TSG Rohrbach am nachhaltigen Wirtschaften beteiligen kann und wie Einsparungen realisiert werden können.  

Dies müssen keine revolutionären Veränderungen sein, denn die Verringerung von Umweltbelastungen, Energie- und Abfalloptimierung kann auch in kleinem Rahmen stattfinden. Bei der Umsetzung der Ideen ist selbstverständlich die Mitarbeit aller Mitglieder und Mitarbeiter der TSG Rohrbach erwünscht. Wenn Sie Ideen zum Umweltschutz bzw. zum nachhaltigen Wirtschaften haben, sind Ihre Anregungen sehr gerne willkommen.  

Beim 1. Workshop im Heidelberger Rathaus am 27. Oktober ging es unter der Regie unseres stv. Vorsitzendes für Sport, Umwelt, Liegenschaften & Veranstaltungen Thomas Müller und unter Beteiligung der beiden hauptamtlichen Mitarbeiter Matthias Ritter und Helmut Scheuermann zunächst einmal um das Kennenlernen der Teilnehmer und Projektverantwortlichen. Außerdem wurde die weitere Vorgehensweise im Projekt festgelegt, weitere Termine abgestimmt und erste Ziele bzw. Zielformulierungen erarbeitet. 

Im 2. Workshop am 29. November ging es ganz konkret um Einsparungsmöglichkeiten durch eine effiziente Energienutzung. Grundlage für den 2. Workshop war eine Begehung der Sportanlage, des Kindergartens und der Liegenschaft „Am Rohrbach 57“ (Geschäftsstelle und FiTROPOLIS) mit Vertretern der KliBa (Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden gGmbH). Vorab wurden die Energie-Verbrauchszahlen der letzten Jahre ermittelt. 

Der 3. Workshop ist für den 18. Januar 2012 geplant. Eine weitere Betriebsbegehung durch die Arqum (Gesellschaft für Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement) zum Thema Rechtssicherheit und Umweltschutz wird sich anschließen und versuchen, in diesen Sektoren Optimierungspotentiale aufzuzeigen. 

Die Kooperationsvereinbarung soll jedoch nicht mit der Prämierung Ende 2012 enden, sondern wird sich durch die anschließende Aufnahme in einen Arbeitskreis, der sich regelmäßig unter dem Vorsitz von OB Würzner trifft, fortsetzen. Ziel ist es, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu gewährleisten. Über den weiteren Verlauf der Kooperationsmaßnahme und die Ergebnisse der einzelnen Workshops werden wir regelmäßig berichten.