Dienstag, 10. Mai 2011

TSG-Fecht-Oldies Deutscher Meister

Bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Dresden zeigten die Degenfechter der TSG Rohrbach Nervenstärke. Im Finale gerieten sie zunächst mit zwei Niederlagen gegen die Favoriten aus Ditzingen in Rückstand, gewannen dann aber die nächsten fünf Gefechte – und die Goldmedaille.


Nach dem entscheidenden Kampf freuen sich die TSG-Degenfechter über den erstmaligen Titelgewinn bei der Team-DM der Veteranen, ein Ergebnis jahrelanger Aufbauarbeit einer äußerst aktiven Fechtabteilung. Das Erfolgs-Quartett (v.l.n.r.): Michael Mahler, Georg Schmidt-Thomée, Ulli Stolze und Gastfechter Roman Christen

Die Fechtabteilung kommt aus dem Feiern nicht heraus: Gerade erst hatte Maria Hugas Mallorqui mit dem Bronzerang bei den Deutschen Meisterschaften der offenen Klasse für Furore gesorgt und Georg Schmidt-Thomée bei der Heidelberger Wahl zum Sportler des Jahres den 2. Platz belegt, da darf schon der nächste Erfolg begossen werden. Michael Mahler, Georg Schmidt-Thomée, Hans-Ulrich Stolze und Roman Christen gewannen erstmals den Mannschaftstitel. Die  Startgemeinschaft von TSG Wiesloch und TSV Mannheim mit Gernot Eisele, Martin Günther und Lothar Blase konnte ebenfalls einige Teams hinter sich lassen und landete auf dem 14. Platz. Um das Niveau sowohl qualitativ als auch quantitativ zu erhöhen, hatte der DFB-Sportausschuss angeregt, dass Gastfechter eines Nachbarvereins in die bestehenden Teams integriert werden sollten - ein Teilnahme-Rekord war die Folge. Auch das seit Jahren erfolgreiche Team gab mit Roman Christen einem Fechter, dessen Verein keine Mannschaft stellen konnte, die Startmöglichkeit. Der Tauberbischofsheimer, der in seiner aktiven Zeit mit dem Florett erfolgreich war, kam mit dem schwererern Degen gut zurecht und integrierte sich hervorragend. Das Team harmonierte vom ersten Treffer bis zum letzten Gefecht. Zum Auftakt wurde Hamburg mit 9:0 regelrecht überrollt, anschließend war auch der TV Pforzheim beim 8:1 kein echter Prüfstein. Im Achtelfinale wurde das Team aus Südbaden mit 5:0 von der Planche gefegt, ehe mit Zülpich ein unangenehmer Gegner wartete. Doch die Rohrbacher stellten ihr Team den ganzen Tag über je nach Stärken der Gegner auf - diesmal fanden Mahler, Stolze und Schmidt Thomée genau die richtige Einstellung zum Stil der Fechter aus der Eifel und gewannen sicher mit 5:1. Auch im Halbfinale ging die Rechnung voll auf: Obwohl der Russe Iljin mit seinen zwei Metern Körpergröße eine harte Nuss zu knacken war, konnten ihn sowohl Christen als auch Schmidt-Thomée bezwingen. Stolze trug ebenfalls seinen Teil bei, und so musste sich Hoffnungsthal mit 5:1 geschlagen geben. Vorjahresmeister TSF Ditzingen gelang es dann im Final-Kampf erstmals an diesem Tag, einen 2:0 Vorsprung über die TSG Rohrbach zu erzielen. Doch sowohl physisch wie auch physisch war das Neckar/Tauber-Team enorm stark; man hatte bereits in den Runden zuvor immer wieder Rückstände in den einzelnen Gefechten aufholen können. Nachdem der älteste Heidelberger Ulli Stolze mit ungeheurer Energieleistung in den letzten 20 Sekunden ein 2:4 gegen den Ungarn Kovacs aufgeholt hatte, konnte er mit dem Sieg im „sudden death“ die Wende einleiten. Dann punkteten Michael Mahler und Roman Christen abwechselnd, bis der umjubelte 5:2 Sieg feststand. Abteilungsleiter Volker Oberkircher war hocherfreut über den Titelgewinn. „Aber viel Zeit zum Ausruhen bleibt nicht,“ weiß Trainer Dimitrije Pauljev, „denn in vier Wochen steht die Europameisterschaft für unsere Senioren an.