Montag, 19. Dezember 2016

Verein erhält Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg

Bei der Verleihung des Umweltpreises 2016 des Landes Baden-Württemberg am 17. November im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart wurde das herausragende Umweltschutz-Engagement des Vereins mit dem Sonderpreis in der Kategorie „Non-Profit-Organisationen“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung, die das TSG-Umweltteam um Thomas Müller, Matthias Ritter und Helmut Scheuermann mit Freude entgegen genommen hat, ist mit einem Preisgeld in Höhe von EUR 10.000,– verbunden.


(v.l.n.r.) Franz Untersteller (Minister), Thomas Müller, Matthias Ritter und Helmut Scheuermann

Eingeladen waren die Vertreter von 19, in 6 verschiedenen Kategorien nominierten Unternehmen und Organisationen aus Baden-Württemberg sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Zunächst wurden die geladenen Gäste durch Gastgeber und Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Franz Untersteller begrüßt. Von insgesamt 51 Wettbewerbsteilnehmern schafften es 19 in die Endauswahl. Aus diesen Nominierten wurden vier Umweltpreisträger in den Kategorien Handel und Dienstleistungen, Handwerk, Industrieunternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und Industrieunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern ausgewählt. Außerdem wurde der Jurypreis „Unternehmerische Verantwortung – regionales Engagement“ und ein Sonderpreis für Non-Profit-Organisationen vergeben. Sämtliche nominierte Unternehmen wurden in einem kurzen Filmportrait vorgestellt. Diese Kurzfilme waren einer der Höhepunkte des Abends. Sie veranschaulichten auf interessante Weise, zum einen die Komplexität dieses Thema und zum anderen das vielseitige Engagement der Nominierten in den einzelnen Bereichen. Teils waren es kostenintensive Investitionsmaßnahmen, teils kleinste Veränderungen in Betriebsabläufen, die von den teilnehmenden Unternehmen realisiert wurden. Manchmal sind es Selbstverständlichkeiten, die einfach gelebt werden müssen, manchmal Innovationen und neue Ideen und Ansätze. Allen Maßnahmen zum betrieblichen Umweltschutz und nachhaltigem Wirtschaften gemeinsam ist die Tatsache, dass sie mittelfristig zu Bewusstseinsveränderungen bei allen Beteiligten führen und somit zu einer Verankerung des Umweltschutzgedankens im gesamten Betrieb und somit langfristig auch in der gesamten Bevölkerung.

Die Preisverleihung in den verschiedenen Kategorien war eine sehr spannende Angelegenheit. Nach Einspielung der Kurzfilme hatte so jeder seinen persönlichen Favoriten auserkoren. Der Gewinner ein jeder Kategorie wurde dann, ähnlich spannend wie bei der Oscar-Verleihung, durch den Umweltminister verkündet. Franz Untersteller beschrieb dann in einer kurzen Laudatio das besondere Engagement des Gewinners und begründete die Entscheidung der Wettbewerbsjury. Bei der Überreichung der Urkunden durfte er dann durchweg in strahlende Gesichter blicken. Die Kategorie Non-Profit-Unternehmen wurde in diesem Jahr zum ersten Mal im Wettbewerb ausgelobt. Wohl deshalb stand sie als Höhepunkt als letztes auf der Tagesordnung. In dieser Kategorie gab es neben der TSG Rohrbach noch einen nominierten Mitbewerber. Nachdem die beiden Kurzporträts eingespielt wurden, stieg die Spannung nicht nur bei den Mitgliedern des Umweltteams, sondern auch bei der mitgereisten Delegation um Bürgermeister Wolfgang Erichson, der BSB-Vizepräsidentin Jutta Hannig und dem TSG-Ehrenvorsitzenden Siegfried Michel deutlich an. Endlich wurde das Ergebnis verkündet und auf der Leinwand eingespielt. 

Wir hatten es tatsächlich geschafft! Es begann im Jahr 2004 mit der Benennung eines Umwelt-Referenten, der sich zunächst unregelmäßig mit Themen zum Umweltschutz beschäftigte. 2011 wurde unser Engagement dann deutlich intensiviert. Wir gründeten ein Umweltteam und nahmen am Programm „Nachhaltiges Wirtschaften“ der Stadt Heidelberg teil. Mit der Zertifizierung im Jahr 2012 folgte die Aufnahme des Umweltschutzgedankens im Leitbild des Vereins. Durch die Auszeichnung mit dem Umweltschutzpreis 2016 des Landes-Baden-Württemberg finden unsere Bemühungen nun einen „vorläufigen“ Höhepunkt. Dank dem damit verbundenen Preisgeld wird es uns sicherlich leichter fallen, unsere Ideen zum betrieblichen Umweltschutz voranzutreiben und zu realisieren, z. B. für energiesparende LED-Flutlichter auf der Sportanlage. Umweltbürgermeister Wolfgang Erichson war ebenfalls sehr erfreut über die Auszeichnung und betonte: „Die Turn- und Sportgemeinde Heidelberg-Rohrbach ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie in Sportvereinen der Umweltschutz vorangetrieben werden kann. Ich möchte auch alle anderen Sportvereine in Heidelberg ermutigen, der TSG nachzueifern.“ Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst waren die ersten, die dem Verein zu dieser tollen Auszeichnung gratulierten.