Mittwoch, 23. April 2014

Zweimal Gold für Zarife Imeri

Nach mehrjähriger Wettkampf-Pause trat Zarife Imeri gleich in zwei Disziplinen bei der Deutschen Meisterschaft im Rollstuhl-Fechten an und konnte neben dem erhofften Goldgewinn mit dem Degen auch mit dem Florett triumphieren.


Sie hatten gut Lachen bei der Deutschen Meisterschaft in Erfurt (v.l.n.r.): Joachim Frieß, Niclas Ullrich und Zarife Imeri

„Nach den guten Trainingsleistungen haben wir natürlich auf einen Titel gehofft, aber dass Zarife der stärksten Degen-Konkurrentin überhaupt keine Chance lassen würde, war dann doch überraschend“ war Betreuer Niclas Ullrich begeistert. „Durch den Doppelsieg war sie die mit Abstand erfolgreichste Athletin bei den Deutschen Meisterscgaften“ ergänzte Trainer Dimi Pauljev die Aussage seines Mitarbeiters für den Rolli-Bereich, nachdem auch das Florett-Finale zu Gunsten der TSG’lerin entschieden war. „Dass es in Heidelberg gute Trainingsmöglichkeiten gibt, habe ich ja schon während meiner Ausbildung hier erfahren. Wenn erst die neue Halle im Erlenweg fertig ist, habe ich ideale Voraussetzungen, in Heidelberg Beruf und Sport auf höchstem Niveau unter einen Hut zu bringen, darauf freue ich mich jetzt schon“ ist Zarife begeistert vom Umfeld und den weiteren Aussichten. Daneben konnte auch Joachim Frieß mit seiner ersten Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften sehr zufrieden sein, ihm gelang schon in der Vorrunde ein Gefechts-Erfolg. Beim anschließenden Marathon-Turnier, an dem viele Fechter mit wesentlich schwächerem Behinderungsgrad teilnahmen, konnte Frieß zwei Teilnehmer hinter sich lassen und landete schließlich bei der Wertung seiner Klasse auf dem ausgezeichneten 6. Rang. „Ich bin total happy, dass ich nach eineinhalb Jahren Fecht-Training bereits so gut mithalten kann“, so der Rechtspfleger beim Heidelberger Amtsgericht. Denn auch Abteilungsleiter Volker Oberkircher sieht sich in der Entscheidung bestätigt, das Nachwuchs-Leistungszentrum Heidelberg auch auf den Bereich Rollstuhlfechten auszudehnen: „Wenn wir einen engagierten Sponsor finden, können wir auch in dieser Richtung noch einiges bewirken. Eine Teilnahme bei den Paralympics in Rio wäre ein Ziel, das wir anpeilen sollten“.