Montag, 18. April 2011

Zweite Heidelberger Bewegungskrippe eröffnet

Zwanzig Kinder unter drei Jahren haben in Rohrbach eine neue Heimat gefunden. Die zweite Bewegungskrippe des Vereins wurde dieser Tage seiner Bestimmung übergeben und in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Joachim Gerner feierlich eingeweiht. Bereits seit 2007 betreibt Heidelbergs größer Sportverein eine Bewegungskrippe und einen Sportkindergarten. Jetzt hat der Verein nochmal Räumlichkeiten in der Felix-Wankel-Straße im „Quartier am Turm“ angemietet. Die insgesamt 345 Quadratmeter teilen sich auf in den reinen Krippenbereich mit 220qm und einen Bewegungsraum mit 125qm.


oben v.l.n.r.: Gert Bartmann (Amtsleiter Sport und Gesundheitsförderung), Harald Schoch (TSG-Vorsitzender), Dr. Joachim Gerner (BM für Jugend und Soziales), Siegfried Michel (TSG-Ehrenvorsitzender) mit den Erzieherinnen Silke Eichhorn, Sebahat Agbaba, Michelle Pleier, Silke Hemmer (Leitung), Ellen Deckbar-Lais und Irena Schmidt.

„Immer mehr Eltern erkennen, wie wichtig Bewegung im frühkindlichen Entwicklungsprozess ist“, sagte der neue Vorsitzende der TSG Rohrbach Harald Schoch in seiner Begrüßungsansprache vor den Eltern und den geladenen Gästen, darunter der ausführende Bauunternehmer Joachim Bischoff mit seinem Architekten Heiko Zirpel, Gert Bartmann, Leiter des Amtes für Sport und Gesundheitsförderung der Stadt Heidelberg, Frank Hoffmann, Abteilungsleiter aus dem Kinder- und Jugendamt und der 1. Vorsitzende des Sportkreises Heidelberg Gerhard Schäfer. Wie Schoch weiter ausführte, wurden insgesamt 395.000 EUR für die neue Einrichtung investiert, nach Abzug des Landeszuschusses (140.000 EUR) und des Zuschusses der Stadt (55.000 EUR) verbleibt ein Eigenanteil von rund 200.000 EUR beim Verein. „Das ist auch für einen großen Verein keine kleine Summe“, so Schoch, „aber jeder Erwachsene profitiert ein Leben lang von den Bewegungserfahrungen, die er im Kindesalter gesammelt hat. Deshalb gilt es, die Motivation dafür so früh wie möglich zu wecken und zu fördern.“ Schoch dankte der Stadt Heidelberg, in persona dem Bürgermeister für Jugend und Soziales Dr. Gerner, für die gute Zusammenarbeit und die großzügige Förderung. Bürgermeister Gerner gab den Dank an den Verein zurück, denn das hochgesteckte Ziel der Stadt, die Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren bis zum Jahr 2013 auf knapp 50% auszubauen – das bundespolitisch vorgegebene Ziel von 35% ist in Heidelberg längst erfüllt – sei nur umsetzbar, wenn es gelinge, mehr freie Träger zu gewinnen. Die TSG Rohrbach sei nach Gerners Worten bereits seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner der Stadt und bei den Einrichtungen der TSG sei insbesondere das pädagogische Konzept, bei dem Bewegung eine zentrale Rolle spiele, hervor zu heben. „Natürlich lassen wir die Träger auch im täglichen Betrieb nicht allein“, ließ Gerner keinen Zweifel daran, dass es die Stadt Ernst meint mit ihrer Familienoffensive. „Die neue Bewegungskrippe ist in die städtische Bedarfsplanung aufgenommen und wird entsprechend der örtlichen Vereinbarung mit 68% der Betriebskosten unterstützt.“ In einer letzten Ansprache dankten Bauunternehmer Bischoff und Architekt Zirpel für die gute Zusammenarbeit und übergaben der KiTa-Leiterin der TSG Rohrbach Silke Hemmer einen aus Lego-Bausteinen zusammen gesetzten „kindgerechten“ Schlüssel, verbunden mit den besten Wünschen für einen erfolgreichen Betrieb der neuen Krippe.!